Hermine Bechinsky

HIER WOHNTE
HERMINE BECHINSKY
GEB. STEIN
JG. 1861
DEPORTIERT 18.5.1942
THERESIENSTADT
ERMORDET 30.40.1943
Meldeschein von Hermine Bechinsky
Meldeschein von Hermine Bechinsky

Hans-Prodinger-Straße 19

Bechinsky, Hermine Morpurgo, Abraham Morpurgo, Edith

Hermine BECHINSKY, geborene Stein, geboren am 25. Mai 1861 in Teltsch (Telc), im damals noch österreichischen Mähren (hernach Tschechoslowakei), war Jüdin, die mit ihrem Ehemann Josef BECHINSKY, der Industrieangestellter war, in Wien lebte. Ihr Ehemann starb 58-jährig am 3. Dezember 1912, bestattet in der israelitischen Abteilung des Wiener Zentralfriedhofs.

Die Witwe wohnte seither bei ihrer Tochter Ella, geboren am 15. Juli 1886 in Teltsch (Telc), die in Salzburg mit Dr. Otto Fuchs, einem Realschulprofessor, verheiratet war. Ihr katholischer Ehemann wurde im Gewaltjahr 1938 aus dem Schuldienst entlassen, weil er sich von seiner jüdischen Ehefrau nicht scheiden ließ. Dadurch blieb allerdings Ella Fuchs vor Verfolgungen geschützt. Ihr Grundstück in Salzburg-Josefiau wurde jedoch 1939 enteignet, nach der Befreiung Salzburgs nicht restituiert. Das Ehepaar Fuchs, das nach wie vor im Haus Schlachthofgasse 19 (Rainerstraße 15) wohnte, überstand die Terrorjahre. Ella Fuchs, geborene BECHINSKY, starb am 27. Juli 1964 in Salzburg.

Das Schicksal ihrer Mutter blieb bislang unbekannt, schon deshalb, weil sie tschechische Staatsbürgerin war und in der österreichischen Shoah-Datenbank nicht aufscheint. Die verwitwete Hermine BECHINSKY flüchtete 1938 in die damals noch freie Tschechoslowakei, seit März 1939 »Reichsprotektorat Böhmen und Mähren« unter deutscher Herrschaft, und wurde am 18. Mai 1942 im Transport Av, Häftlingsnummer 666, von Trebitsch (Trebic) in Mähren nach Theresienstadt deportiert, dort 81-jährig am 30. April 1943 ermordet.

Quelle

Autor:Gert Kerschbaumer

Benachbarte Stolpersteine

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Stolperstein

verlegt am 07.07.2011 in Salzburg, Hans-Prodinger-Straße 19.

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