Franziska Casagranda

HIER WOHNTE
FRANZISKA
CASAGRANDA
GEB. SCHLAGER
JG. 1894
DEPORTIERT 18.4.1941
SCHLOSS HARTHEIM
ERMORDET 1941
Foto: Gert Kerschbaumer
Foto: Gert Kerschbaumer

Villagasse 7

Casagranda, Franziska

Franziska CASAGRANDA, geborene Schlager, am 28. Juli 1894 in Salzburg geboren und katholisch getauft, war eine Tochter des Ehepaares Franziska und Karl Schlager, Gastwirte und Hausbesitzer in Salzburg. Ihre Tochter Franziska, Ehefrau von Johann Casagranda, der Angestellter der Salzburger Sparkasse war, hatte ein Kind, geboren 1929. Die in Salzburg heimatberechtigte Familie wohnt im Haus Villagasse 7, das der Familie gehörte.

Frau CASAGRANDA wurde am 3. September 1939, demnach unter dem NS-Regime, in der Landesheilanstalt Salzburg aufgenommen und zählte zu den 68 Pfleglingen, die am 16. April 1941 nach Hartheim deportiert und ermordet wurden. Der Tod der 46-jährigen Frau ist wie bei allen Opfern der nationalsozialistischen Geheimaktion »T4«1 in der Polizeimeldekartei der Stadt Salzburg nicht vermerkt. Ihr verwitweter Mann heiratete wieder und starb 1965 in Salzburg. Ihre Tochter übersiedelte nach der Befreiung Salzburgs in eine Landgemeinde.

1 »T4«: benannt nach der »Euthanasie«-Zentrale in Berlin, Tiergartenstraße 4

Quellen

Autor:Gert Kerschbaumer

Benachbarte Stolpersteine

Bindergasse 6 93m 93m, 306°  Holleis, Johann
Mühlbachgasse 3 122m 122m, 176°  Russegger, Johann
Innsbrucker Bundesstraße 21 222m 222m, 25°  Vogl, Karl
Schlossergasse 1  241m 241m, 165°  Brandthaler, Johann
Ganshofstraße 3 335m 335m, 122°  Jakob, Wilhelm

Stolperstein

verlegt am 06.07.2011 in Salzburg, Villagasse 7.

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