Ignaz Duda

HIER WOHNTE
IGNAZ DUDA
JG. 1899
DEPORTIERT 17.4.1941
SCHLOSS HARTHEIM
ERMORDET 1941

Josef-Schwer-Gasse 5

Duda, Ignaz

Ignaz DUDA, geboren am 6. Februar 1899 in Maxglan (seit 1935 ein Stadtteil von Salzburg), war das einzige Kind des katholischen Ehepaares Elise und Alois Duda. Sein Vater, ein Tischler, starb im Jahr 1928. Ignaz, der ebenfalls den Beruf Tischler erlernte, blieb ledig und lebte bei seiner verwitweten Mutter, die Kuratorin (Sachwalterin) ihres entmündigten Sohnes war.

Am 25. April 1939, demnach unter dem NS-Regime, wurde der damals 40-jährige Ignaz DUDA in der Landesheilanstalt Salzburg stationär aufgenommen. Er befand sich unter den 82 Pfleglingen, die am 17. April 1941 nach Hartheim deportiert und dort ermordet wurden. Der Tod des 42-jährigen Mannes ist wie bei allen Opfern der nationalsozialistischen Geheimaktion »T4«1 in der Polizeimeldekartei der Stadt Salzburg nicht vermerkt. Seine Mutter übersiedelte nach der Befreiung Salzburgs nach Wien, wo sie 71-jährig starb.

1 »T4«: benannt nach der »Euthanasie«-Zentrale in Berlin, Tiergartenstraße 4

Quellen

Autor:Gert Kerschbaumer

Benachbarte Stolpersteine

Josef-Schwer-Gasse 8 40m 40m, 326°  Brugger, Anton
Josef-Schwer-Gasse 3 53m 53m, 77°  Legerer, Susanne
Maxglaner Hauptstraße 17 57m 57m, 195°  Smolik, Rudolf
Pillweinstraße 7 111m 111m, 3°  Ladinger, Elise
Stieglstraße 1 160m 160m, 213°  Riedherr, Josef

Stolperstein

verlegt am 18.08.2016 in Salzburg, Josef-Schwer-Gasse 5.

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