Günther Erlbeck

HIER WOHNTE
GÜNTHER ERLBECK
JG. 1895
VERHAFTET 1941
DEPORTIERT 20.7.1942
FLOSSENBÜRG
ERMORDET 28.7.1942

Franz-Josef-Straße 14

Erlbeck, Günther

Günther ERLBECK, geboren am 25. Juli 1895 in Mürzzuschlag, Steiermark, war geschieden, kaufmännischer Angestellter und lebte unter dem NS-Regime in Salzburg. Er wurde am 13. Dezember 1941 vermutlich aufgrund einer Denunziation verhaftet und am 23. Jänner 1942 wegen Homosexualität zu sechs Monaten schwerem Kerker verurteilt, wie aus dem Register des Landesgerichtes Salzburg hervorgeht.1

Der 47-jährige Günther ERLBECK wurde nach Verbüßung seiner Strafe in das KZ Flössenbürg deportiert, dort am 20. Juli 1942 als Homosexueller registriert und nach einwöchiger Haft am 28. Juli 1942 ermordet: »Durchschuss großer Halsarterien – Innere Verblutung bei Fluchtversuch«. Sein Tod im KZ Flossenbürg ist in der Polizeimeldekartei der Stadt Salzburg vermerkt. Seinen Namen sucht man allerdings vergeblich im Opferverzeichnis des Dokumentationsarchivs des Österreichischen Widerstandes (DÖW).

1 Unter dem NS-Regime liefen im Landesgericht Salzburg gegen 338 Personen, darunter sechs Frauen, Verfahren nach § 129 I b – »Unzucht wider die Natur mit Personen desselben Geschlechts« – des nach wie vor gültigen österreichischen Strafgesetzes. Die betreffenden Gerichtsakten wurden mittlerweile vernichtet.

Quellen

Autor:Gert Kerschbaumer

Benachbarte Stolpersteine

Franz-Josef-Straße 12 29m 29m, 270°  Löwy, Amalie
Fischer, Ludwig
Fischer, Emilie
Hubert-Sattler-Gasse 13 36m 36m, 155°  Jacoby, Adolf
Franz-Josef-Straße 11 50m 50m, 311°  Weissenstein, Margarethe
Faberstraße 11 53m 53m, 257°  Spiegel, Bela Baruch
Spiegel, Therese
Haydnstraße 5 56m 56m, 113°  Wraubeck, Margarete

Stolperstein

verlegt am 22.03.2012 in Salzburg, Franz-Josef-Straße 14.

DE EN