Friedrich Fimberger

FRIEDRICH FIMBERGER
JG. 1901
IM WIDERSTAND
DEPORTIERT 3.12.1944
DACHAU
ERMORDET 25.2.1945
Tafel am Eingang der ehemaligen Firma
Tafel am Eingang der ehemaligen Firma

Söllheimer Straße 16

Dubina, Alexander Fimberger, Friedrich Hock, Leopold Huntschenko, Wladimir Lang, Ferdinand Plache, Rawis Prilipa, Nikolaj Slesarow, Wladimir Staschko, Halina Stepanow, Leonid Todero, Viktor Wasilenko, Wasil

Friedrich FIMBERGER, geboren am 28. Februar 1901 in Haigermoos, Bezirk Braunau am Inn, war katholisch, ledig und von Beruf Fleischhauer. Er lebte abwechselnd in Braunau und Salzburg, unter dem NS-Regime in der Stadt Salzburg, zu der das im Jahr 1939 eingemeindete Gewerbegebiet Kasern gehört. Dort befand sich die Glockengießerei Oberascher, die unter dem NS-Regime zu einem »kriegswichtigen« Rüstungsbetrieb (Produktion von Waffen) umfunktioniert wurde, den der Deutsche Friedrich Thomas als »Betriebsführer« leitete.

Friedrich FIMBERGER, der seit Dezember 1943 als Wachmann in der Rüstungsfabrik tätig war und in Kasern sein Quartier hatte, zählt zu den Terroropfern, die bislang unbekannt blieben, da sie in der 1991 publizierten Dokumentation Widerstand und Verfolgung in Salzburg 1934-1945 nicht aufscheinen. Der von der Gestapo verhaftete Friedrich FIMBERGER wurde am 3. Dezember 1944 als »Schutzhäftling« Nr. 134827 im KZ Dachau registriert und dort am 25. Februar 1945 ermordet. Sein Tod ist zwar im Polizeimelderegister der Stadt Salzburg vermerkt, die konkreten Gründe für seine Verfolgung durch das Terrorregime bleiben aber mangels Polizei- und Gerichtsakten unbekannt.

Zu den Terroropfern in dem von Friedrich Thomas geführten Rüstungsbetrieb zählen außerdem der Küchenchef Viktor TODERO, der wegen seiner homosexuellen Orientierung verfolgt und am 23. Juni 1944 im KZ Mauthausen ermordet wurde. Weiters der wegen Widerstandes zum Tode verurteilte Schlosser Leopold HOCK (am 30. Juli 1943 in München-Stadelheim enthauptet), der ebenfalls wegen Widerstandes zum Tode verurteilte Buchhalter Ferdinand LANG (am 21. November 1944 in München-Stadelheim enthauptet) und mindestens acht Zwangsarbeiter aus den besetzten Gebieten der Sowjetunion, darunter Alexander DUBINA, Rawis PLACHE, Wladimir SLESAROW und Leonid STEPANOW, die am 20. August 1943 im Hof des Rüstungsbetriebes durch die Gestapo liquidiert wurden.

Quellen

Autor:Gert Kerschbaumer

Benachbarte Stolpersteine

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Wegscheider, Josef
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Stolperstein

verlegt am 24.10.2014 in Salzburg, Söllheimer Straße 16.

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