Maria Fischer

HIER WOHNTE
MARIA FISCHER
JG. 1885
DEPORTIERT 21.5.1941
SCHLOSS HARTHEIM
ERMORDET 1941

Paris-Lodron-Straße 5

Fischer, Maria

Maria FISCHER, geboren am 22. Jänner 1885 in Salzburg, war das zweite von sechs Kindern des katholischen Ehepaares Maria und Peter Fischer. Die nach österreichischem Recht in Salzburg heimatberechtigte Familie führte hier ein kleines Lebensmittelgeschäft. Nach dem frühen Tod der Eltern blieben nur die Schwestern Maria und Paula, beide ledig und Verkäuferinnen, in Salzburg. Die beiden wohnten seit ihrer Geburt im Haus Paris-Lodron-Straße 5, zweite Etage.

Maria FISCHER war mehrmals in stationärer Behandlung und befand sich unter den 85 Pfleglingen, die am 21. Mai 1941 von der Landesheilanstalt Salzburg nach Hartheim deportiert und dort ermordet wurden. Der Tod der 56-jährigen Frau ist wie bei allen Opfern der nationalsozialistischen Geheimaktion »T4«1 in der Polizeimeldekartei der Stadt Salzburg nicht vermerkt. Ihre Schwester Paula starb 86-jährig in Salzburg.

1 »T-4«: benannt nach der »Euthanasie«-Zentrale in Berlin, Tiergartenstraße 4

Quellen

Autor:Gert Kerschbaumer

Benachbarte Stolpersteine

Paris-Lodron-Straße 3a 50m 50m, 243°  Mensjuk, Paraska
Paris-Lodron-Straße 6 57m 57m, 164°  Kurz, Maria
Paris-Lodron-Straße 9 70m 70m, 71°  Graber, Johann
Horst, Otto
Haydnstraße 6 135m 135m, 9°  Zhorsky, Artur
Mirabellplatz 6 149m 149m, 270°  Müller, Rudolf Erich

Stolperstein

verlegt am 14.07.2015 in Salzburg, Paris-Lodron-Straße 5.

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