Karoline Höberth

HIER WOHNTE
KAROLINE HÖBERTH
JG. 1885
DEPORTIERT 21. 4. 1941
SCHLOSS HARTHEIM
ERMORDET 1941
Foto: Gert Kerschbaumer
Foto: Gert Kerschbaumer

Lasserstraße 33

Höberth, Karoline

Karoline HÖBERTH, am 2. August 1885 in Wien-Leopoldstadt geboren und katholisch getauft, war das jüngste von drei Kindern des Ehepaares Karoline und Ferdinand Höberth, Kaufleute in Wien.

Über ihre Tochter Karoline ist wenig in Erfahrung zu bringen: Sie blieb ledig, übersiedelte mit ihrer verwitweten Mutter gegen Ende des Ersten Weltkrieges nach Salzburg und wohnte zeitweilig bei Verwandten im Haus Lasserstraße 33.

Sie war vermutlich mehrmals in stationärer Behandlung und nachweislich seit 3. Mai 1939, demnach unter der nationalsozialistischen Herrschaft, Pflegling in der vom Orden der Barmherzigen Schwestern geführten Anstalt in Schernberg bei Schwarzach im Pongau.

Karoline HÖBERTH befand sich unter den 122 mittlerweile namentlich bekannten Pfleglingen, die am 21. April 1941 von Schernberg nach Hartheim deportiert und dort ermordet wurden.

Im Polizeimelderegister ist jedoch der Tod der 55-jährigen Frau wie bei allen Opfern der nationalsozialistischen Geheimaktion »T4«1 nicht vermerkt.

Ihre in Salzburg lebende Mutter starb 90-jährig am 2. Dezember 1941.

1 »T4«: benannt nach der »Euthanasie«-Zentrale in Berlin, Tiergartenstraße 4.

Quellen

Autor:Gert Kerschbaumer

Benachbarte Stolpersteine

Lasserstraße 30 46m 46m, 103°  Mayer, Hildegard
Lasserstraße 24 102m 102m, 108°  Heinz, Rosalie
Lasserstraße 23 125m 125m, 116°  Schneider, Otto
Steinwender, Anna
Julius-Raab-Platz 2 164m 164m, 270°  Schinnerl, Franz
Haydnstraße 5 210m 210m, 212°  Wraubek, Margarete

Stolperstein

verlegt am 24.09.2019 in Salzburg, Lasserstraße 33.

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