Therese Hahn

Foto: Gert Kerschbaumer
Foto: Gert Kerschbaumer

Hellbrunnerstraße 14

Feitzinger, Berta Hahn, Therese

Therese HAHN, am 19. November 1878 in Salzburg geboren und in der Pfarre St. Blasius katholisch getauft, war das dritte von vier Kindern des Ehepaares Therese und Simon Hahn. Der aus Eger in Böhmen (Cheb in Tschechien) stammende Familienvater war Hopfenhändler. Er starb 1891 in Salzburg, seine Witwe 1922. Ihre kranke Tochter Therese wurde von den »Schwestern vom Guten Hirten« in ihrem im Stadtteil Nonntal liegenden Erziehungsheim St. Josef betreut. Dann war Therese Pflegling in der Landesheilanstalt Salzburg. Das Datum ihrer stationären Aufnahme ist nicht dokumentiert.

Gewiss ist, dass Therese HAHN im Jänner 1938 von Salzburg nach Schwarzach im Pongau, in die Pflegeanstalt Schloss Schernberg verlegt wurde, die der Orden der Barmherzigen Schwestern leitete. Bekannt ist mittlerweile, dass Anna Bertha Königsegg als Visitatorin der Ordensprovinz der Barmherzigen Schwestern mit viel Courage gegen die nationalsozialistische »Euthanasie« protestierte. Mit ihrer Verhaftung durch die Gestapo am 16. April 1941 verloren die Pfleglinge ihren Schutz. Dank der Mitarbeiterinnen der Ordensfrau konnten dennoch 17 kranke Menschen gerettet werden.

Die 61-jährige Therese HAHN befand sich unter den 115 Pfleglingen, die am 21. April 1941 von Schernberg nach Hartheim deportiert und dort ermordet wurden. Ihr Tod ist wie bei allen Opfern der nationalsozialistischen Geheimaktion »T4«1 im Polizeimelderegister der Stadt Salzburg nicht vermerkt. Ihre drei verheirateten Schwestern lebten längst in anderen Orten.

1 »T4«: benannt nach der »Euthanasie«-Zentrale in Berlin, Tiergartenstraße 4

Quellen

Autor:Gert Kerschbaumer

Benachbarte Stolpersteine

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Ziegelstadelstraße 9 0m 0m, 0°  Hannes, Maria
Pillweinstraße 7-9 0m 0m, 0°  Ladinger, Elise

Stolperstein

verlegt in Salzburg, Hellbrunnerstraße 14.

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