Franz Heitzer

HIER WOHNTE
FRANZ HEITZER
JG. 1906
DEPORTIERT 17. 4. 1941
SCHLOSS HARTHEIM
ERMORDET 1941
Foto: Gert Kerschbaumer
Foto: Gert Kerschbaumer

Moosstraße 112

Heitzer, Franz

Franz HEITZER, am 2. April 1906 in Leopoldskron-Moos geboren und katholisch getauft, war das erste von drei Kindern des Ehepaares Katharina und Kaspar Heitzer, Bauersleute auf dem Bindergut in Leopoldskron-Moos, seit 1939 ein Stadtteil von Salzburg.

Die Eltern starben in den 1930er Jahren. Ihr Sohn Franz war seit 1932 Patient der Landesheilanstalt Salzburg, somit arbeitsunfähig – ein wesentlicher Grund für die Krankenmorde unter der nationalsozialistischen Herrschaft.

Franz HEITZER befand sich unter den 82 Pfleglingen, die am 17. April 1941 von Salzburg nach Hartheim deportiert und dort ermordet wurden. Der Tod des 35-jährigen Mannes ist wie bei allen Opfern der nationalsozialistischen Geheimaktion »T4«1 im Polizeimelderegister der Stadt Salzburg nicht vermerkt.

Seine jüngeren Schwestern überlebten die Terrorjahre.

1 »T4«: benannt nach der »Euthanasie«-Zentrale in Berlin, Tiergartenstraße 4. Hauptverantwortliche für die Krankenmorde in Salzburg: Dr. Friedrich Rainer als Reichsstatthalter, Dr. Oskar Hausner als Leiter des Gaufürsorgeamtes, Dr. Leo Wolfer als Leiter der Landesheilanstalt und Dr. Heinrich Wolfer als Leiter der erbbiologischen Abteilung der Landesheilanstalt (heute Christian-Doppler-Klinik).

Quellen

Autor:Gert Kerschbaumer

Benachbarte Stolpersteine

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Eberle, Gustav
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Krems, Josef
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Raiminius, Wilhelm
Reinhardt, Jakob
Reinhardt, Walter
Herzenberger, Sonia
Kräutlerweg 1166m 1166m, 288°  Wolf, Aloisia
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Reinhardt, Max
Moosstraße 17 2024m 2024m, 14°  Kollinsky, Fritz
Thumegger Straße 32 2036m 2036m, 56°  Wöss, Balthasar

Stolperstein

verlegt am 24.09.2019 in Salzburg, Moosstraße 112.

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