Konrad Hess

HIER WOHNTE
KONRAD HESS
JG. 1912
SPANIENKÄMPFER
TOT 25. 7. 1938
SPANIEN
Offiziere des Bataillons »12. Februar« im Juli 1937: Konrad Hess erster von links<br>Quelle: DÖW Spanienarchiv
Offiziere des Bataillons »12. Februar« im Juli 1937: Konrad Hess erster von links
Quelle: DÖW Spanienarchiv
Konrad Hess im Vordergrund kurz vor seinem Tod am 25. Juli 1938 am Ebro<br>Quelle: DÖW Spanienarchiv
Konrad Hess im Vordergrund kurz vor seinem Tod am 25. Juli 1938 am Ebro
Quelle: DÖW Spanienarchiv

Linzer Bundesstr./Maierwiesweg

Hess, Konrad

Konrad HESS, geboren am 9. Oktober 1912 im bayrischen Grenzort Freilassing nahe der österreichischen Stadt Salzburg, war der jüngste von drei Söhnen des Ehepaares Kreszenz und Konrad Heß.

Seine Mutter war Oberösterreicherin, sein Vater Rheinländer und von Beruf Elektromonteur, der eine Zeit lang in Salzburg arbeitete und hier mit seiner Familie lebte. Konrad jun. blieb nach dem Weggang seiner Eltern und Geschwister in Salzburg, machte eine Mechanikerlehre und wohnte abwechselnd in Gnigl und Langwied (seit 1935 bzw. 1939 Stadtteile von Salzburg).

Über seine politische Gesinnung unter der österreichischen Diktatur von 1933 bis 1938 ist nichts bekannt. Wir wissen allerdings, dass die politische Verfolgung von Aktivisten der 1933 verbotenen Kommunistischen Partei Österreichs (KPÖ) und der Revolutionären Sozialisten Österreichs (RSÖ) ausschlaggebend war für ihre Teilnahme am spanischen Bürgerkrieg auf Seiten der Internationalen Brigaden in den Jahren 1936 bis 1939.

Bekannt ist immerhin, dass Konrad HESS gemeinsam mit Josef STÖCKL und anderen Gesinnungsgenossen1 aus Salzburg im Februar 1937 nach Spanien reiste, um gegen den Franco-Faschismus zu kämpfen.

Verbürgt ist überdies, dass Konrad HESS Leutnant im Bataillon »12. Februar« der XI. Internationalen Brigade war und zuletzt in der Schlacht am Ebro zum Einsatz kam, wo er 25-jährig am 25. Juli 1938 sein Leben verlor – »Für Spaniens und Österreichs Freiheit«, wie auf dem 1988 für die österreichischen Spanienkämpfer errichteten Denkmal in Wien zu lesen ist.

1 Alfred Kondler (Gnigl), Alois Mailinger (Gnigl), Franz Reinthaler (Hallein) und Josef Steiner (Altenmarkt) überstanden sowohl den spanischen Bürgerkrieg als auch den NS-Terror.

Quellen

Autor:Gert Kerschbaumer

Benachbarte Stolpersteine

Amselstraße 11 821m 821m, 215°  Mackinger, Josef
Bachwinkelweg 10 1106m 1106m, 268°  Pichler, Johann
Linzer Bundesstraße 58 1241m 1241m, 214°  Wallis, Josef
Micheler, Josef
Siedlerstraße 7 1274m 1274m, 225°  Kumhart, Josef
Turnerstraße 10 1304m 1304m, 218°  Aglassinger, Valentin

Stolperstein

verlegt am 24.09.2019 in Salzburg, Linzer Bundesstr./Maierwiesweg.

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