Elisabeth Jungwirth

HIER WOHNTE
ELISABETH JUNGWIRTH
JG. 1884
DEPORTIERT 16.4.1941
SCHLOSS HARTHEIM
ERMORDET 1941
Foto: Gert Kerschbaumer
Foto: Gert Kerschbaumer

Maxglaner Hauptstraße 36

Jungwirth, Elisabeth

Elisabeth (Elise) JUNGWIRTH, geboren am 27. März 1884 in Perwang am Grabensee, Bezirk Braunau, war das ältere von zwei Kindern des katholischen Ehepaares Maria und Ferdinand Jungwirth. Die nach österreichischem Recht in der Gemeinde Maxglan (seit 1935 ein Stadtteil von Salzburg) heimatberechtigte Familie wohnte seit den 1880er Jahren im Haus Maxglaner Hauptstraße 36, das im Eigentum der Familie war. Elisabeths Vater, ein Schneidermeister, ist früh verstorben. Elisabeths Schwester Maria war verheiratet, Volksschullehrerin in Maxglan.

Elisabeth JUNGWIRTH hatte keinen Beruf erlernt und blieb ledig. Sie wurde am 8. Februar 1939, demnach unter dem NS-Regime, in der Landesheilanstalt Salzburg stationär aufgenommen und zählte zu den 68 Pfleglingen, die am 16. April 1941 nach Hartheim deportiert und ermordet wurden. Der Tod der 57-jährigen Frau ist wie bei allen Opfern der nationalsozialistischen Geheimaktion »T4«1 in der Polizeimeldekartei der Stadt Salzburg nicht vermerkt. Elisabeths Mutter und jüngere Schwester überstanden die Terrorjahre in Salzburg.

1 »T4«: benannt nach der »Euthanasie«-Zentrale in Berlin, Tiergartenstraße 4

Quellen

Autor:Gert Kerschbaumer

Benachbarte Stolpersteine

Chiemgaustraße 7 172m 172m, 266°  Rudle, Walter
Kleßheimer Allee 35 294m 294m, 199°  Weitenthaler, Karl
Gailenbachweg 3 705m 705m, 114°  Speckinger, Franziska
Dornberggasse 15 769m 769m, 32°  Tüchler, Baldur Dagobert
Esshaverstraße 7 815m 815m, 92°  Seiwald, Franz

Stolperstein

verlegt am 18.08.2016 in Salzburg, Maxglaner Hauptstraße 36.

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