Ferdinand Köck

HIER WOHNTE
FERDINAND KÖCK
JG. 1882
DEPORTIERT 17.4.1941
SCHLOSS HARTHEIM
ERMORDET 1941
Foto: Gert Kerschbaumer
Foto: Gert Kerschbaumer

Mirabellplatz 1

Köck, Ferdinand Rosenkranz, Franz

Ferdinand KÖCK, geboren am 9. Juni 1882 in Salzburg, katholisch, war das fünfte von sieben Kindern des Postbediensteten Mathias Köck, der 1894 starb, und seiner Frau Anna, geborene Moosbrucker, ebenfalls Postbedienstete, die 1914 starb – eine große Familie, die nach altösterreichischem Recht in Salzburg heimatberechtigt war. Fünf Schwestern, die heirateten, lebten in anderen Orten. In Salzburg blieben die beiden Brüder Wilhelm, ein Postbeamter, der verheiratet war, und Ferdinand, der keinen Beruf erlernt hatte, Taglöhner oder Hilfsarbeiter war, ledig blieb und oftmals die Arbeits- und Schlafstelle wechselte. Ferdinand war zuletzt Untermieter bei der Witwe Anna Hellermann im alten Lodronschen Primogenitur-Palast, der mittlerweile der Stadtgemeinde gehörte.

Ferdinand KÖCK wurde 1932 in der Landesheilanstalt aufgenommen. Er befand sich unter den 82 Pfleglingen, die am 17. April 1941 nach Hartheim deportiert und dort ermordet wurden. Der Tod des 58-jährigen Mannes ist wie bei allen Opfern der nationalsozialistischen Geheimaktion »T4«1 in der Polizeimeldekartei der Stadt Salzburg nicht vermerkt. Sein älterer Bruder Wilhelm starb im Jahr 1947 in Salzburg.

1 »T4«: benannt nach der »Euthanasie«-Zentrale in Berlin, Tiergartenstraße 4

Quellen

Autor:Gert Kerschbaumer
Recherche:Gerda Brücher

Benachbarte Stolpersteine

Mirabellplatz 5 (Kirche St. Andrä) 0m 0m, 0°  Wesenauer, Franz
Mirabellplatz 6 102m 102m, 347°  Müller, Rudolf Erich
Paris-Lodron-Straße 3a 113m 113m, 46°  Mensjuk, Paraska
Bergstraße 21 130m 130m, 126°  Gron, Josef
Paris-Lodron-Straße 6 148m 148m, 72°  Kurz, Maria

Stolperstein

verlegt am 22.03.2012 in Salzburg, Mirabellplatz 1.

DE EN