Rudolf Kindlinger

HIER WOHNTE
RUDOLF KINDLINGER
JG. 1906
DEPORTIERT 17.4.1941
SCHLOSS HARTHEIM
ERMORDET 1941
Foto: Gert Kerschbaumer
Foto: Gert Kerschbaumer

Schallmooser Hauptstraße 71

Kindlinger, Rudolf

Rudolf KINDLINGER, geboren am 27. Dezember 1906 in Bad Ischl, war katholisch, ledig und das älteste von vier Kindern des Ehepaares Anna und Rudolf Kindlinger, von Beruf Fleischhauer.

Ihr Sohn Rudolf, der krankheitsbedingt keinen Beruf erlernen konnte, wurde 1929 in der Landesheilanstalt Salzburg stationär aufgenommen. Er befand sich unter den 82 Pfleglingen, die am 17. April 1941 nach Hartheim deportiert und dort ermordet wurden. Der Tod des 34-jährigen Mannes ist wie bei allen Opfern der nationalsozialistischen Geheimaktion »T4«1 in der Polizeimeldekartei der Stadt Salzburg nicht vermerkt.

Bekannt ist aber, dass seine Familie seit den 1930er Jahren wieder in Bad Ischl lebte und dass sein jüngster Bruder Erich, Jahrgang 1924, als Wehrmachtsoldat im Kriegsjahr 1943 gefallen ist.

1 »T4«: benannt nach der »Euthanasie«-Zentrale in Berlin, Tiergartenstraße 4

Quellen

Autor:Gert Kerschbaumer

Benachbarte Stolpersteine

Fritschgasse 8 232m 232m, 64°  Frauneder, Anna
Schallmooser Hauptstraße 29 375m 375m, 252°  Huemer, Katharina
Schallmooser Hauptstraße 30 387m 387m, 254°  Götzenberger, Josef
Rupertgasse 13 400m 400m, 277°  Facinelli, Johann
Schallmooser Hauptstraße 17 513m 513m, 251°  Aigner, Maria

Stolperstein

verlegt am 29.09.2017 in Salzburg, Schallmooser Hauptstraße 71.

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