Franz Kranzinger

HIER WOHNTE
FRANZ KRANZINGER
JG. 1921
KRIEGSDIENST VERWEIGERT
HINGERICHTET 10. 5. 1944
LANDESGERICHT WIEN
Das Symbol der NS-Zivil- und Militärjustiz: Richtschwert mit Parteiadler und Hakenkreuz
Das Symbol der NS-Zivil- und Militärjustiz: Richtschwert mit Parteiadler und Hakenkreuz

Moserstraße 16

Kranzinger, Franz

Franz KRANZINGER, am 5. September 1921 in Steindorf bei Straßwalchen geboren und katholisch getauft, war der ältere von zwei Söhnen des Ehepaares Maria und Bartholomäus Kranzinger, von Beruf Zimmermann. Die Familie wohnte seit 1921 in Maxglan (seit 1935 ein Stadtteil von Salzburg).

Franz und sein jüngerer Bruder Johann erlernten den Beruf ihres Vaters. Bekannt ist außerdem, dass die beiden Brüder unter dem NS-Regime zum Kriegsdienst in der Deutschen Wehrmacht verpflichtet wurden. Johann, der jüngere Bruder, verlor 19-jährig im Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion sein Leben.

Sein älterer Bruder Franz hingegen, der schon eine Partnerin mit einem gemeinsamen Kind hatte, beging »Fahnenflucht«. Er wurde verhaftet und in Wien, damals Wehrkreis XVII, vor ein Kriegsgericht gestellt.

Wegen der Aktenlücken lässt sich bislang nur mit Gewissheit sagen, dass der zum Tode verurteilte Deserteur Franz KRANZINGER 22-jährig am 10. Mai 1944 im Landesgericht Wien hingerichtet wurde.

Seine Mutter erhielt die Mitteilung, dass ihr Sohn »ruhig und gefasst« gestorben sei und dass Traueranzeigen nicht publiziert werden dürfen.

Quellen

Autor:Gert Kerschbaumer

Benachbarte Stolpersteine

Glockengießerstraße 6 120m 120m, 68°  Wimmer, Josef
Moserstraße 10  161m 161m, 51°  Hofmann, Rosa
Innsbrucker Bundesstraße 57 291m 291m, 92°  Stojkowitsch, Johann
Blach, Jan
Seeauergasse 3 317m 317m, 60°  Hager, Franz
Siezenheimer Straße 45 342m 342m, 331°  Weingartner, Alfred

Stolperstein

verlegt am 24.09.2019 in Salzburg, Moserstraße 16.

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