Juliana Leitner

HIER WOHNTE
JULIANA LEITNER
JG. 1903
DEPORTIERT 21.5.1941
SCHLOSS HARTHEIM
ERMORDET 1941
Foto: Gert Kerschbaumer
Foto: Gert Kerschbaumer

Franz-Josef-Straße 33

Leitner, Juliana

Juliana (Julie) LEITNER, geboren am 22. Mai 1903 in Salzburg, war das dritte von vier Kindern des katholischen Ehepaares Crescentia und Josef Leitner. Die nach österreichischem Recht in Salzburg heimatberechtigte Familie wohnte seit 1900 im Haus Franz-Josef-Straße 33, erste Etage. Julianas Vater Josef Leitner, Spediteur und Garagenmeister, starb im März 1938.

Juliana LEITNER, die als Köchin arbeitete und ledig blieb, wurde im Jänner 1937 in der Landesheilanstalt Salzburg aufgenommen und befand sich unter den 85 Pfleglingen, die am 21. Mai 1941 nach Hartheim deportiert und ermordet wurden. Der Tod der 38-jährigen Frau ist wie bei allen Opfern der nationalsozialistischen Geheimaktion »T4«1 in der Polizeimeldekartei der Stadt Salzburg nicht vermerkt. Julianas Mutter und ihre drei Schwestern überlebten die Terrorjahre. Ihre Mutter starb 92-jährig in Salzburg.

1 »T4«: benannt nach der »Euthanasie«-Zentrale in Berlin, Tiergartenstraße 4

Quellen

Autor:Gert Kerschbaumer

Benachbarte Stolpersteine

Vierthalerstraße 5 80m 80m, 146°  Weiss, Adolf Aron
Paris-Lodron-Straße 18 80m 80m, 236°  Goldschmidt, Victor Mordechai
Wolf-Dietrich-Straße 14 88m 88m, 247°  Kohn, Hermann
Kohn, Bertha
Auerspergstraße 48 107m 107m, 77°  Reiter, Franz
Wolf-Dietrich-Straße 18 124m 124m, 285°  Hertzka, Konrad

Stolperstein

verlegt am 19.08.2016 in Salzburg, Franz-Josef-Straße 33.

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