Christine Neuhauser

HIER WOHNTE
CHRISTINE NEUHAUSER
JG. 1894
DEPORTIERT 21.5.1941
SCHLOSS HARTHEIM
ERMORDET 1941
Foto: Gert Kerschbaumer
Foto: Gert Kerschbaumer

Merianstraße 40

Neuhauser, Christine

Christine NEUHAUSER, geboren am 9. Juli 1894 in Freilassing, war das jüngste von vier Kindern des katholischen Ehepaares Anna und Johann Neuhauser, von Beruf Kellner, dann Gastwirt. Die nach österreichischem Recht in der Salzburger Gemeinde Obertrum heimatberechtigte Familie lebte im bayerischen Grenzort Freilassing. Beim Tod der Eltern waren ihre vier Kinder noch minderjährig.

Christine NEUHAUSER blieb ledig, war Hotelfachkraft im Berchtesgadener Land und wohnte seit November 1937 in der Stadt Salzburg, im »Ledigenheim« an der Weiserstraße (jetzt Merianstraße). Sie wurde am 17. März 1938, demnach unter dem NS-Regime, in der Landesheilanstalt Salzburg stationär aufgenommen und zählte zu den 85 Pfleglingen, die am 21. Mai 1941 nach Hartheim deportiert und dort ermordet wurden. Der Tod der 46-jährigen Frau ist wie bei allen Opfern der nationalsozialistischen Geheimaktion »T4«1 in der Polizeimeldekartei der Stadt Salzburg nicht vermerkt. Christines ältere Schwester Maria, die in Salzburg lebende Ehefrau des wegen Widerstandes hingerichteten Eisenbahners August GRUBER, starb 85-jährig in Salzburg.

1 »T4«: benannt nach der »Euthanasie«-Zentrale in Berlin, Tiergartenstraße 4

Quellen

Autor:Gert Kerschbaumer

Benachbarte Stolpersteine

Weiserhofstraße 4  84m 84m, 38°  Pöttinger, Franz
Bayerhamerstraße 59b 281m 281m, 33°  Stiegler, Hildegard
Südtirolerplatz 297m 297m, 304°  Horvath, Mathias
Chadebaud, Jean Baptiste
Kulka, Stefan
Pesenti, Arcangelo
Zielonka, Alexander
Vadon, Eugene
Cobai, Luigi
Kolar, Miroslav
Kowal, Wladyslaw Jan
Solomacha, Klawdia
Čeliković, Latif
Lastenstraße 24 373m 373m, 22°  Lorenz, Konrad
Lasserstraße 23 404m 404m, 172°  Schneider, Otto

Stolperstein

verlegt am 14.07.2015 in Salzburg, Merianstraße 40.

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