Maria Peller

HIER WOHNTE
MARIA PELLER
GEB. PONCELET
JG. 1871
DEPORTIERT 18.4.1941
SCHLOSS HARTHEIM
ERMORDET 1941
Foto: Gert Kerschbaumer
Foto: Gert Kerschbaumer

Moosbauernstraße 4

Peller, Maria

Maria PELLER, geborene Poncelet, am 7. Dezember 1871 im böhmischen Ort Ketzelsdorf am Königreichwald, Bezirk Trautenau (Trutnov), damals Österreich-Ungarn (jetzt Tschechien) geboren, war die zweite Ehefrau des Eisenbahners Wenzel Peller aus Neuern in Böhmen. Das altkatholisch getraute Ehepaar hatte drei Kinder. Die nach österreichischem Recht in der Gemeinde Gnigl (seit 1935 ein Stadtteil von Salzburg) heimatberechtigte Familie wohnte im Haus Ferdinand-Hanusch-Straße 4 (seit 1935 Moosbauernstraße, jetzt im Stadtteil Schallmoos).

Maria PELLER wurde unter dem NS-Regime durch Gerichtsbeschluss entmündigt und am 12. Jänner 1940 in der Landesheilanstalt Salzburg aufgenommen. Sie zählte den 29 Pfleglingen, die am 18. April 1941 nach Hartheim deportiert und dort ermordet wurden. Der Tod der 69-jährigen Frau ist wie bei allen Opfern der nationalsozialistischen Geheimaktion »T4«1 in der Polizeimeldekartei der Stadt Salzburg nicht vermerkt. Ihr Ehemann Wenzel Peller starb 88-jährig in Salzburg. Das Schicksal ihres jüngsten Sohnes Kurt, Jahrgang 1918, ist bislang ungeklärt – unbekannter »Kriegsverlust«.

1 »T4«: benannt nach der »Euthanasie«-Zentrale in Berlin, Tiergartenstraße 4

Quellen

Autor:Gert Kerschbaumer

Benachbarte Stolpersteine

Luise-Piëch-Straße 2 189m 189m, 225°  Sinnhuber, Rupert
Vogelweiderstraße 96 212m 212m, 6°  Roider, Franz
Kofler, Karl
Vogelweiderstraße 91 246m 246m, 353°  Prähauser, Anna
Auer, Heinrich
Poschingerstraße 7 247m 247m, 340°  Pöttler, Johann
Vogelweiderstraße 93 324m 324m, 353°  Strasser, August

Stolperstein

verlegt am 14.11.2016 in Salzburg, Moosbauernstraße 4.

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