Rudolf Peuker

HIER WOHNTE
RUDOLF PEUKER
JG. 1907
DEPORTIERT 21.5.1941
SCHLOSS HARTHEIM
ERMORDET 1941
Foto: Gert Kerschbaumer
Foto: Gert Kerschbaumer

Neutorstraße 42

Peuker, Rudolf

Rudolf PEUKER, geboren am 28. Juni 1907 in Salzburg, war das zweite von drei Kindern des katholischen Ehepaares Marie und Josef Peuker, beide aus Böhmen (jetzt Tschechien), um 1900 nach Salzburg zugezogen und 1913 in die damals selbständige Gemeinde Maxglan übersiedelt. Die nach österreichischem Recht in Maxglan (seit 1935 ein Stadtteil von Salzburg) heimatberechtigte Familie wohnte im Haus Maxglaner Hauptstraße 1 (jetzt Neutorstraße 42). Rudolfs Eltern starben in den 1930er Jahren. Sein älterer Bruder Josef, ein Mechaniker, ging 1934 nach Deutschland.

Rudolf PEUKER, der den Beruf Tischler erlernte und ledig blieb, war seit Oktober 1927 Patient der Landesheilanstalt Salzburg. Er zählte zu den 85 Pfleglingen, die am 21. Mai 1941 nach Hartheim deportiert und ermordet wurden. Der Tod des 33-jährigen Mannes ist wie bei allen Opfern der nationalsozialistischen Geheimaktion »T4«1 in der Polizeimeldekartei der Stadt Salzburg nicht vermerkt. Sein jüngerer Bruder Adolf, der in Salzburg verblieben war, starb hier 1980.

1 »T4«: benannt nach der »Euthanasie«-Zentrale in Berlin, Tiergartenstraße 4

Quellen

Autor:Gert Kerschbaumer

Benachbarte Stolpersteine

Späthgasse 10 37m 37m, 53°  Stöckl, Eleonore
Kaserngasse 7 112m 112m, 172°  Holleis, Richard
Moosstraße 14 167m 167m, 126°  Hofbauer, Roman
Josef-Schwer-Gasse 3 234m 234m, 292°  Legerer, Susanne
Josef-Schwer-Gasse 5 280m 280m, 286°  Duda, Ignaz

Stolperstein

verlegt am 18.08.2016 in Salzburg, Neutorstraße 42.

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