Josefa Sölva

HIER WOHNTE
JOSEFA SÖLVA
JG. 1908
DEPORTIERT 21.5.1941
SCHLOSS HARTHEIM
ERMORDET 1941
Foto: Gert Kerschbaumer
Foto: Gert Kerschbaumer

Salzachgässchen 3

Königsegg, Anna Bertha Sölva, Josefa

Josefa (Josefine) SÖLVA, am 11. August 1908 in Kaltern (Südtirol) geboren und katholisch getauft, war das zweite von drei Kindern des Ehepaares Maria und Alois Sölva. Ihre ledige Tochter Josefa war Optantin aus Südtirol1, die unter dem NS-Regime zunächst in Hall in Tirol und seit Oktober 1940 in Salzburg lebte. Ihr Aufenthalt war allerdings von kurzer Dauer. Die wenige Wochen im Mutterhaus der Barmherzigen Schwestern als Haumädchen tätige Josefa SÖLVA war seit 4. November 1940 Patientin der Landesheilanstalt Salzburg.

Josefa SÖLVA zählte zu den 85 Pfleglingen, die am 21. Mai 1941 nach Hartheim deportiert und ermordet wurden. Der Tod der 32-jährigen Frau ist wie bei allen Opfern der nationalsozialistischen Geheimaktion »T4«2 in der Polizeimeldekartei der Stadt Salzburg nicht vermerkt. Josefa SÖLVAS gewaltsamer Tod in Hartheim war auch in ihrer Gemeinde Kaltern unbekannt. Ihre beiden Schwestern Anna und Aloisia überlebten die Terrorjahre und starben in Südtirol (Trentino-Alto Adige).

1 Option: nach dem Abkommen zwischen Hitler und Mussolini vom 21. Oktober 1939 mussten sich die Südtiroler für die Auswanderung ins Deutsche Reich oder für den Verbleib in Italien mit Verzicht auf ihre Identität (Sprache und Kultur) entscheiden.

2 »T4«: benannt nach der »Euthanasie«-Zentrale in Berlin, Tiergartenstraße 4

Quellen

Autor:Gert Kerschbaumer

Benachbarte Stolpersteine

Müllner Hauptstraße 25 160m 160m, 193°  Schiemer, Maria
Gold, Bernhard
Bärengässchen 6 164m 164m, 161°  Petermann, Ida
Turek, Regina
Pangerl, Anna
Müllner Hauptstraße 8 167m 167m, 185°  Graupner, Hermine
Müllner Hauptstraße 13 238m 238m, 169°  Gassner, Pauline
Ernest-Thun-Straße 7 277m 277m, 76°  Etlinger, Margarethe
Wagen, Sossie
Wagen, Witthold

Stolperstein

verlegt am 06.07.2011 in Salzburg, Salzachgässchen 3.

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