Maria Schiemer

HIER WOHNTE
MARIA SCHIEMER
JG. 1887
DEPORTIERT 16.4.1941
SCHLOSS HARTHEIM
ERMORDET 1941
Foto: Gert Kerschbaumer
Foto: Gert Kerschbaumer

Müllner Hauptstraße 25

Gold, Bernhard Schiemer, Maria

Maria SCHIEMER, geboren am 24. Juli 1887 in Liefering bei Salzburg, war das zweite von drei Kindern des katholischen Ehepaares Anna und Johann Schiemer. Die nach österreichischem Recht in Salzburg heimatberechtigte Familie wohnte im Stadtteil Mülln. Marias Vater, der Arbeiter im städtischen Gaswerk war, starb 1912 und ihre verwitwete Mutter übersiedelte nach Graz.

Maria konnte keinen Beruf erlernen. Sie arbeitete seit ihrem 14. Lebensjahr als Dienstmädchen im Gastgewerbe und bekam mit 22 Jahren ihr erstes Kind, das bald nach seiner Geburt starb. Maria SCHIEMER blieb ledig, lebte zeitweise bei ihrer Mutter in Graz, bekam dort im Jahr 1922 ihr zweites Kind und war seit Mitte der 1920er Jahre in stationärer Behandlung. Im Juni 1931 wurde die damals 44-jährige Frau in der Landesheilanstalt Salzburg aufgenommen. Sie zählte zu den 68 Pfleglingen, die am 16. April 1941 nach Hartheim deportiert und ermordet wurden. Der Tod der 53-jährigen Frau ist wie bei allen Opfern der nationalsozialistischen Geheimaktion »T4«1 in der Polizeimeldekartei der Stadt Salzburg nicht vermerkt. Über ihre in Graz lebende Tochter und ihre aus Salzburg weggezogenen Brüder ist hierorts nichts bekannt.

1 »T4«: benannt nach der »Euthanasie«-Zentrale in Berlin, Tiergartenstraße 4

Quellen

Autor:Gert Kerschbaumer

Benachbarte Stolpersteine

Müllner Hauptstraße 8 25m 25m, 116°  Graupner, Hermine
Bärengässchen 6 89m 89m, 89°  Petermann, Ida
Turek, Regina
Pangerl, Anna
Müllner Hauptstraße 13 113m 113m, 133°  Gassner, Pauline
Salzachgässchen 3 160m 160m, 13°  Sölva, Josefa
Müllner Hauptstraße 2 210m 210m, 137°  Volkmann, Auguste

Stolperstein

verlegt am 06.07.2011 in Salzburg, Müllner Hauptstraße 25.

DE EN