Anna Schreder

HIER WOHNTE
ANNA SCHREDER
JG. 1903
DEPORTIERT 16.4.1941
SCHLOSS HARTHEIM
ERMORDET 1941
Foto: Gert Kerschbaumer
Foto: Gert Kerschbaumer

Bergstrasse 8

Schreder, Anna

Anna SCHREDER, am 13. Juni 1903 in Aigen bei Salzburg geboren und katholisch getauft, war ein lediges Kind der Anna Schreder, die in Salzburg als Dienstmädchen arbeitete.

Ihre Tochter Anna war ebenfalls Dienstmädchen. Sie wechselte mehrmals ihre Arbeitsstelle und wohnte zuletzt bei ihrem Dienstgeber in Salzburg, Bergstraße 8.

Anna SCHREDER war 1925 erstmals in stationärer Behandlung, dann einige Jahre auf Schloss Wallsee in Pflege, schließlich Patientin der Landesheilanstalt Salzburg, somit arbeitsunfähig – ein wesentlicher Grund für die Krankenmorde unter der nationalsozialistischen Herrschaft.

Dokumentiert ist überdies, dass sich Anna SCHREDER unter den 68 Frauen befand, die am 16. April 1941 von der Landesheilanstalt nach Hartheim deportiert und dort ermordet wurden.

Der Tod der 37-jährigen Frau ist wie bei allen Opfern der nationalsozialistischen Geheimaktion »T4«1 im Polizeimelderegister der Stadt Salzburg nicht vermerkt.

Im Jahr 1960 starb ihre Mutter 83-jährig in Salzburg.

1 »T4«: benannt nach der »Euthanasie«-Zentrale in Berlin, Tiergartenstraße 4.
Hauptverantwortliche für die Krankenmorde in Salzburg: Dr. Friedrich Rainer als Reichsstatthalter, Dr. Oskar Hausner als Leiter des Gaufürsorgeamtes, Dr. Leo Wolfer als Leiter der Landesheilanstalt und Dr. Heinrich Wolfer als Leiter der erbbiologischen Abteilung der Landesheilanstalt (heute Christian-Doppler-Klinik).

Quellen

Autor:Gert Kerschbaumer

Benachbarte Stolpersteine

Bergstraße 21 43m 43m, 300°  Gron, Josef
Linzer Gasse 28 80m 80m, 123°  Kurtz, Theodor
Linzer Gasse 24 80m 80m, 146°  Sachsel-Lichtenstein, Olga
Weber, Heinrich
Linzer Gasse 26 84m 84m, 141°  Posch, Elvira
Linzer Gasse 35 92m 92m, 76°  Mayr, Isabella
Linzer Gasse 38 92m 92m, 103°  Scheckenberger, Elise Therese

Stolperstein

verlegt in Salzburg, Bergstrasse 8.

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