Alfred Schuech

HIER WOHNTE
ALFRED SCHUECH
JG. 1893
DEPORTIERT 17.4.1941
„SCHLOSS HARTHEIM“
ERMORDET 1941
Foto: Gert Kerschbaumer
Foto: Gert Kerschbaumer

Imbergstiege 4

Schuech, Alfred

Alfred SCHUECH, geboren am 11. April 1893 in Pollham bei Grieskirchen in Oberösterreich, war das einzige Kind des katholischen Ehepaares Mathilde und Friedrich Schuech. Die Familie war nach österreichischem Recht in Salzburg heimatberechtigt und wohnte in der Nähe des Klosters auf dem Kapuzinerberg, im Haus Kapuzinerstiege 4, das damals der Familie Kelz gehörte.1

Alfred war in einer Gärtnerei beschäftigt und wurde erstmals im Dezember 1923 in der Salzburger Landesheilanstalt stationär aufgenommen. Alfreds Vater, von Beruf Handelsangestellter, starb 1930. Seine Mutter befand sich seit 1932 in einem Pflegeheim. Ihr Sohn Alfred SCHUECH befand sich unter den 82 Pfleglingen, die am 17. April 1941 von der Landesheilanstalt nach Hartheim deportiert und dort ermordet wurden.

Der Tod des 48-jährigen Mannes ist wie bei allen Opfern der nationalsozialistischen Geheimaktion »T4«2 in der Polizeimeldekartei der Stadt Salzburg nicht vermerkt. Seine Mutter starb 90-jährig im Jahr 1956 im städtischen Altersheim Nonntal.

1 Unter dem NS-Regime wurde Kapuzinerstiege in Imbergstiege umbenannt, nach der Befreiung nicht rückbenannt.

2 »T4«: benannt nach der »Euthanasie«-Zentrale in Berlin, Tiergartenstraße 4

Quellen

Autor:Gert Kerschbaumer

Benachbarte Stolpersteine

Dreifaltigkeitsgasse 3 45m 45m, 9°  Bieronski, Josef
Gay, Martin
Manczak, Lech
Dreifaltigkeitsgasse 1 80m 80m, 326°  Jellinek, Johann
Jellinek, Gisela
Linzer Gasse 6 89m 89m, 0°  Zweig, Olga
Hammer, Franziska
Linzer Gasse 5 112m 112m, 352°  Löwy, Ernst
Löwy, Ida
Löwy, Herbert
Rudolfsplatz 2 125m 125m, 216°  Kowatsch, Ferdinand
Pironi, Pietro
Sbigoli, Giuliano
Sottili, Remo
Seywald, Franz
Schmidberger, Hilde
Rudolfsplatz 3 125m 125m, 216°  Gomez-Rodriguez, Rafael

Stolperstein

verlegt am 03.07.2014 in Salzburg, Imbergstiege 4.

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