Rosina Stieger

HIER WOHNTE
ROSINA STIEGER
GEB. PITTER
JG. 1909
DEPORTIERT 18.4.1941
SCHLOSS HARTHEIM
ERMORDET 1941
Foto: Gert Kerschbaumer
Foto: Gert Kerschbaumer

Thomas-Bernhard-Straße

Ortner, Ingeborg Pospischil, Heinrich Reiter, Johann Stieger, Rosina Wintersteller, Josef Zöllner, Helmut

Rosina STIEGER, geborene PITTER, geboren am 14. Februar 1909 in Bergheim bei Salzburg, war katholisch, Tochter eines Schuhmachers und Ehefrau eines Glasergehilfen, der 35-jährig im November 1930 starb. Die Witwe arbeitete als Hausgehilfin und wohnte bei ihren Eltern in der von der Stadtgemeinde Salzburg in Lehen, am damals nördlichen Stadtrand errichteten Scherzhauserfeldsiedlung. Die Familie war nach österreichischem Recht in Salzburg heimatberechtigt.

Rosina STIEGER hatte offensichtlich seit dem Tod ihres Mannes psychische Probleme. Sie war eine Zeit lang Patientin der Heilanstalt Niedernhart bei Linz, lebte dann wieder bei ihren Eltern in der Scherzhauserfeldsiedlung, wurde aber am 7. März 1939 in die Landesheilanstalt in Salzburg-Lehen eingewiesen und befand sich unter den 29 Pfleglingen, die am 18. April 1941 nach Hartheim deportiert und dort ermordet wurden. Der Tod der 32-jährigen Frau ist wie bei allen Opfern der nationalsozialistischen Geheimaktion »T-4«1 in der Polizeimeldekartei der Stadt Salzburg nicht vermerkt. Rosinas Vater starb 1960, ihre Mutter 1964 in Salzburg.

1 »T-4«: benannt nach der »Euthanasie«-Zentrale in Berlin, Tiergartenstraße 4

Quellen

Autor:Gert Kerschbaumer

Benachbarte Stolpersteine

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Ignaz-Harrer-Straße 34 522m 522m, 168°  Neumayr, Emma
Ignaz-Harrer-Straße 16 572m 572m, 151°  Schuch, Karl
Esshaverstraße 7 584m 584m, 200°  Seiwald, Franz
Gaswerkgasse 24 588m 588m, 152°  Flachberger, Therese
Josef-Mayburger-Kai 50a 588m 588m, 97°  Friedländer, Rudolf

Stolperstein

verlegt am 19.04.2013 in Salzburg, Thomas-Bernhard-Straße.

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