Hildegard Stiegler

HIER WOHNTE
HILDEGARD STIEGLER
JG- 1908
DEPORTIERT 16.4.1941
SCHLOSS HARTHEIM
ERMORDET 1941
Foto: Gert Kerschbaumer
Foto: Gert Kerschbaumer

Bayerhamerstraße 59b

Stiegler, Hildegard

Hildegard STIEGLER, geboren am 18. August 1908 in der Gemeinde Gnigl, war die ältere Tochter einer Eisenbahnerfamilie, die nach österreichischem Recht in Gnigl heimatberichtigt war und in Itzling wohnte, das zur Gemeinde Gnigl gehörte und seit 1935 ein Ortsteil von Salzburg ist. Hildegard, die keinen Beruf erlernt hatte, war seit 1927 Arbeiterin im Österreichischen Cirinewerk, das in Salzburg Politurmittel erzeugte. Im Gebäude der Fabrik, das in der Nähe des Salzburger Hauptbahnhofes lag, hatte die junge und noch ledige Frau ein Quartier, wie aus dem Melderegister hervorgeht.

Im Oktober 1931 fand die 23-jährige Hildegard STIEGLER stationäre Aufnahme in der Landesheilanstalt Salzburg. Sie befand sich unter den 68 Pfleglingen, die am 16. April 1941 nach Hartheim deportiert und dort ermordet wurden. Der Tod der 32-jährigen Frau ist wie bei allen Opfern der nationalsozialistischen Geheimaktion »T4«1 in der Polizeimeldekartei der Stadt Salzburg nicht vermerkt.

Ihre verwitwete Mutter zog zu ihrer jüngeren in Wien lebenden Tochter und starb dort im Jahr 1969.

1 »T-4«: benannt nach der »Euthanasie«-Zentrale in Berlin, Tiergartenstraße 4

Autor:Gert Kerschbaumer

Benachbarte Stolpersteine

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Weiserhofstraße 4  197m 197m, 212°  Pöttinger, Franz
Merianstraße 40 281m 281m, 213°  Neuhauser, Christine
Engelbert-Weiß-Weg 10 335m 335m, 304°  Weiss, Engelbert
Südtirolerplatz 409m 409m, 260°  Horvath, Mathias
Chadebaud, Jean Baptiste
Kulka, Stefan
Pesenti, Arcangelo
Zielonka, Alexander
Vadon, Eugene
Cobai, Luigi
Kolar, Miroslav
Kowal, Wladyslaw Jan
Solomacha, Klawdia
Čeliković, Latif

Stolperstein

verlegt am 14.07.2015 in Salzburg, Bayerhamerstraße 59b.

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