Adalbert Sykyta

HIER WOHNTE
ADALBERT SYKYTA
JG. 1912
DEPORTIERT 21.5.1941
SCHLOSS HARTHEIM
ERMORDET 1941
Foto: Gert Kerschbaumer
Foto: Gert Kerschbaumer

Membergerstraße 8

Sykyta, Adalbert

Adalbert SYKYTA, geboren am 17. Jänner 1912 in Gmunden, war das jüngste von drei Kindern des katholischen Ehepaares Emma und Bedrich (Friedrich) Sykyta. Adalberts Mutter stammte aus der Region Trentino, sein Vater aus Prag (Praha). Die Mutter und ihre drei Söhne Silvio, Friedrich und Adalbert lebten seit 1925 in Salzburg, seit 1936 im Stadtteil Josefiau, im Haus Membergerstraße 8, das im Eigentum der Mutter Emma Sykyta war.

Adalbert blieb ledig, war Verkäufer, Handelsangestellter. Er wurde unter dem NS-Regime gerichtlich entmündigt und am 26. Oktober 1939 in der Landesheilanstalt Salzburg aufgenommen. Er zählte zu den 85 Pfleglingen, die am 21. Mai 1941 nach Hartheim deportiert und dort ermordet wurden. Der Tod des 29-jährigen Mannes ist wie bei allen Opfern der nationalsozialistischen Geheimaktion »T4«1 in der Polizeimeldekartei der Stadt Salzburg nicht vermerkt. Seine Eltern und beiden Brüder überstanden die Terrorjahre. Seine Mutter starb 80-jährig in Salzburg.

1 »T4«: benannt nach der »Euthanasie«-Zentrale in Berlin, Tiergartenstraße 4

Quellen

Autor:Gert Kerschbaumer

Benachbarte Stolpersteine

Frueaufgasse 5 589m 589m, 324°  Pollak, Viktor
Nesselthalergasse 6 1118m 1118m, 339°  Schönwald, Ludwig Franz
Prälat-Winkler-Straße 7 1284m 1284m, 331°  Biack, Karl
Aigner Straße 10 1377m 1377m, 338°  Tiefgraber, Notburga
Schwarzenbergpromenade 60 1428m 1428m, 107°  Bigler, Eduard

Stolperstein

verlegt am 15.11.2016 in Salzburg, Membergerstraße 8.

DE EN