Aloisia Wallmann

HIER WOHNTE
ALOISIA WALLMANN
JG. 1912
DEPORTIERT 18.4.1941
SCHLOSS HARTHEIM
ERMORDET 1941
Foto: Gert Kerschbaumer
Foto: Gert Kerschbaumer

Eichstraße 43

Wallmann, Aloisia

Aloisia WALLMANN, geboren am 16. Juni 1912 in Gnigl, war das ältere von zwei Kindern des katholischen Ehepaares Aloisia und Georg Wallmann, der Inhaber eines Bestattungsunternehmens und Hausbesitzer in Gnigl war. Die Familie war nach österreichischem Recht in der Gemeinde Gnigl (seit 1935 ein Stadtteil von Salzburg) heimatberechtigt.

Aloisia WALLMANN konnte keinen Beruf erlernen und blieb ledig. Sie wurde am 17. März 1938, demnach unter dem NS-Regime, in der Landesheilanstalt Salzburg aufgenommen und zählte zu den 29 Pfleglingen, die am 18. April 1941 nach Hartheim deportiert und ermordet wurden. Der Tod der 28-jährigen Frau ist wie bei allen Opfern der nationalsozialistischen Geheimaktion »T4«1 in der Polizeimeldekartei der Stadt Salzburg nicht vermerkt.

Ihr jüngerer Bruder, der verheiratet war und einen Sohn hatte, kam als Soldat der Deutschen Wehrmacht im Kriegsjahr 1944 zu Tode. Ihre Eltern überstanden die Terrorjahre in Salzburg.

1 »T4«: benannt nach der »Euthanasie«-Zentrale in Berlin, Tiergartenstraße 4

Quellen

Autor:Gert Kerschbaumer

Benachbarte Stolpersteine

Mühlstraße 1 300m 300m, 48°  Reiter, Anton
Grazer Bundesstraße 14 300m 300m, 357°  Gröbner, Katharina
Grazer Bundesstraße 19 300m 300m, 357°  Machala, Theresia
Kirchbergsteig 4 321m 321m, 89°  Gruber, Johann
Eichstraße 15 454m 454m, 232°  Höpflinger, Wilhelm

Stolperstein

verlegt am 15.11.2016 in Salzburg, Eichstraße 43.

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