Johann KAMPFER, geboren am 23. November 1889 in Pontafel, Kanaltal (nach dem Ersten Weltkrieg ein Ortsteil von Pontebba, Provinz Udine), war katholisch, ledig und Hilfsarbeiter.

Er war österreichischer Staatsbürger und in der Stadt Salzburg heimatberechtigt.

Am 10. April 1931 wurde Johann KAMPFER in der Landesheilanstalt Salzburg stationär aufgenommen. Er befand sich unter den 85 Pfleglingen, die am 21. Mai 1941 nach Hartheim deportiert und dort ermordet wurden.

Der Tod des 51-jährigen Mannes ist wie bei allen Opfern der nationalsozialistischen Geheimaktion »T4«1 in der Polizeimeldekartei der Stadt Salzburg nicht vermerkt.

Bekannt ist immerhin, dass seine Schwester Angela Kampfer im Jahr 1980 in Salzburg starb.

1 »T4«: benannt nach der »Euthanasie«-Zentrale in Berlin, Tiergartenstraße 4.
Hauptverantwortliche für die Krankenmorde in Salzburg: Dr. Friedrich Rainer als Reichsstatthalter, Dr. Oskar Hausner als Leiter des Gaufürsorgeamtes, Dr. Leo Wolfer als Leiter der Landesheilanstalt und Dr. Heinrich Wolfer als Leiter der erbbiologischen Abteilung der Landesheilanstalt (heute Christian-Doppler-Klinik).

Quellen

  • Stadtarchiv Salzburg
  • Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim
Autor: Gert Kerschbaumer

Stolperstein
verlegt am 29.09.2017 in Salzburg, Schallmooser Hauptstraße 12

Alle Stolpersteine: Schallmooser Hauptstraße 12