Franz MITTENDORFER, geboren am 10. September 1903 in St. Georgen bei Vöcklabruck, war Zeuge Jehovas, von Beruf Maurer und verheiratet mit Theresia, geborene Höfner, der das Haus Landstraße 15 in Itzling-Ost gehörte, wo auch die Familie WEGSCHEIDER wohnte.

Der 36-jährige Franz MITTENDORFER, der zu Beginn des Zweiten Weltkriegs den Kriegsdienst aus Glaubensgründen verweigerte, wurde am 14. September 1939 verhaftet, am 24. November 1939 vom Reichskriegsgericht zum Tode verurteilt und am 6. Jänner 1940 im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee geköpft.1

Franz MITTENDORFERS Ehefrau Theresia, die am 24. November 1939 verhaftet wurde und bis 5. Februar 1940 im Frauen-KZ Ravensbrück interniert war, kehrte nach Salzburg zurück und starb hier im Jahr 1999.

1 Am 6. Jänner 1940 wurden in Belin-Plötzensee noch vier Zeugen Jehovas aus dem Bundesland Salzburg hingerichtet: Johann Ellmauer, Gottfried Herzog, Johann Nobis und Franz REITER; am 26. Jänner 1940 folgte ihnen Matthias Nobis.
Mit den beiden in Glanegg erschossenen Salzburgern Johann PICHLER und Josef WEGSCHEIDER sind es acht mittlerweile rehabilitierte Kriegsdienstverweigerer aus Glaubensgründen.

Autor: Gert Kerschbaumer

Stolperstein
verlegt am 22.08.2007 in Salzburg, Landstraße 15

Alle Stolpersteine: Landstraße 15